Achtung:
Englische und Französische Versionen dieses Berichts werden sich bald in
der Englischen Abteilung befinden!
Die
Europäische Friedensbewegung
hat sich an den Aufruf der "Coordination des Appels pour une Paix Juste au
Proche-Orient (CAPJPO), Association Franco Palestinienne d'Echanges Culturels
(AFPEC), Droits Devant" -französische Organisationen- für den Boykott
der israelis Produkten.
Wir nehmen aktiv an dieser Kampagne teil, in der Schweiz,
Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland und Spanien. Wir brauchen die Zusammenarbeit
jeder Organisationen, jeder Mitbürger. Bitte melden Sie sich so schnell wie
möglich, damit wir Ihnen die notwendigen Informationen zukommen lassen können
und damit eine schnelle und gute Koordination der Aktion gewährleistet sei.
Zudem findet am 25.9.2002 eine internationale Pressekonferenz in Paris statt.
Können Sie bitte einen Vertreter ihre Organisation nach Paris abordnen?
Vergessen sie nicht : am 28.9.2002 findet in Marseille eine Demonstration für
die Unterstützung des Boykotts, gegen die Besetzung, die Kolonisierung und
die Apartheid in Palästina statt (Organisation:Collectif pour le respect
des droits du peuple palestinien de Marseille). Wir hoffen auf Ihre Anwesenheit.
Falls Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, sich an mich zu wenden: arabo.berbere@romandie.com
Untenstehend den Aufruf der Unterzeichner:
Nein
zur Besetzung! Nein zur Apartheid! Boykott israelischer Produkte!
Im
vergangenen April beschloss das Europäische Parlament die Aufhebung des wirtschaftlichen
Assoziationsstatus mit Israel. Grund dafür war die Missachtung internationaler
Rechtsstandards seitens Israels. Wir fordern, dass die politischen Akteure in
unserem Land Verantwortung zeigen, indem diese europ?ische Rechtsprechung im französische
Recht angewandt wird.
In diesem Sinne fordern wir die Öffentlichkeit
auf, von nun an keine israelischen Produkte mehr zu kaufen, und zwar so lange,
wie Israel Palästinenser-Gebiete besetzt hält.
Im besonderen möchten
wie jeden einzelnen bitten, keine Früchte, Gemüsesorten und andere israelische
Erzeugnisse mehr zu kaufen. Desweiteren appellieren wir, Produkte mit dem Code
0729, die ein Markenzeichen Israels sind, zu boykottieren.
Die israelische
Regierung, angeführt von Ariel Sharon, verschlimmert von Tag zu Tag ihre
Politik der Kolonialisierung palästinensischer Gebiete, der Verfolgung und
Demütigung der palästinensischen Bevölkerung, der Zerstörung
der Infrastruktur und der Verletzung des internationalen Rechts, der Menschenrechte
und der UNO-Abkommen.
Diese fortführenden Verletzungen, die Nährboden
für einen verzweifelten Widerstand seitens der Palästinenser darstellen,
führen zu Attentaten gegen die Zivilbevölkerung, die die Situation enorm
verschlimmern und einen fairen und dauerhaften Frieden zwischen Palästinensern
und Israelis unmöglich gestalten.
W?hrend die US-amerikanische Übermacht
Sharon in seinem kriminellen Unterfangen bedingungslos unterstützt, hat das
Europäische Parlament wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel gefordert.
Doch damit diese effektiv in Kraft treten und dem israelischen Volk verdeutlichen,
dass es andere Wege einzuschlagen gilt, bedarf es noch der Ratifizierung unserer
politischen Akteure (Regierung, Parlament).
Bislang haben sie die Palästinenser
mit ihrem Schicksal alleine gelassen; es wurde zugeschaut, wie ein Volk in seinem
Land gefangen gehalten wurde.
Durch die Errichtung von Befestigungsanlagen
aus Beton, mit Elektrozähnen und bewaffneten Wachposten versehen, wurde das
palästinensische Volk eingeschlossen und somit ein System der Apartheid geschaffen,
wie vor nicht langer Zeit in Südafrika. Dies ist nicht zu tolerieren.
Als Staatsbürger ist es unsere Pflicht, von unseren politischen Repräsentanten
zu verlangen, die Sanktionen zu verhängen, die auf europäischer Ebene
beschlossen wurden. Wir dürfen nicht zögern, jeden Abgeordneten dazu
aufzufordern.
Zudem können wir ihnen mit gutem Beispiel vorangehen.
Wir haben nicht nur die Möglichkeit, sondern es ist unsere Pflicht,
direkt zu handeln, und zwar in unserer Eigenschaft als Konsumenten.
Der Weg
des Boykotts v.a. der Produkte CARMEL und JAFFA ist in der Tat ein erster Schritt,
den jeder von uns gehen kann.
Man muss wissen, dass die landwirtschaftlichen
Erzeugnisse " Made in Israel " nicht nur teilweise auf enteignetem Boden,
sondern auch mit erbeutetem Wasser angebaut werden.
Aufgrund der israelischen
Besetzung haben die Palästinenser keine Möglichkeit, ihre Landwirtschaft
zu nutzen: Ihre Felder sind, falls sie nicht verpachtet wurden, in Militärzonen
oder Reservate umfunktioniert worden. Zahlreiche Pflanzungen wurden ausserdem
zerstört und die Ausfuhr palästinensischer Produkte wird von Israel
komplett blockiert.
Wir dürfen nicht ausser Acht lassen, dass Israel
zudem das Gesetz übertritt, indem es Produkte aus den palästinensischen
Kolonien unter der Etikette " Made in Israel " exportiert; eine betrügerische
Vorgehensweise, die das wirtschaftliche Abkommen
zwischen Europa und Israel
vehement verletzt.
Ein Boykott wird auch von einer Vielzahl israelischer
Pazifisten gefordert, die wissen, dass es sich dabei um eine Massnahme handelt,
die die Zukunft Israels und des israelischen Volkes gewährt.
Deshalb
darf ein Boykott gegen israelische Produkte, die Apartheit hervorrufen, auf keinen
Fall die kleinste Feindseligkeit gegen jüdische Personen oder Einrichtungen
gerechtfertigen oder auch anfällig dafür sein, als ignorant oder miswillig
betrachtet zu
werden.
Unsere Vorgehensweise ist - ganz im Gegensatz -
Bestandteil eines entschiedenen Kampfes gegen Rassismus, sei es Antisemitismus
oder eine andere Form rassistischer Vorurteile.
Unterzeichner:
Coordination des Appels pour une Paix
Juste au Proche-Orient (CAPJPO),
Droits Devant, Confédération Paysanne, Association
Franco Palestinienne
d'Echanges Culturels (AFPEC),
Association France Palestine Solidarité
(AFPS), Ligue
Communiste Révolutionnaire (LCR), Collectif Marseille
pour le Respect des droits du peuple palestinien,
Commission Boycott de la
Campagne Civile
Internationale pour la Protection du Peuple
Palestinien
(CCIPPP), Droit Au Logement (DAL), Evry
Palestine, Palestine 12, Palestine
33,Association des
Travailleurs Maghrébins de France (ATMF), Abnah
Philistine Enfants de Palestine, Coordination des
Comités Solidarité
Palestine Ile de France, Femmes en
Noir, Parti Communiste des Ouvriers de
france (PCOF),
Forum Palestine, Alternative Libertaire, Association
des
Jumelages france Palestine (AJFP), Association des
Palestiniens en France,
ASHDOM, Association des
Marocains de France (AMF), Mouvement Européen
pour la
Paix (MEP), Femmes Solidaires, Les Alternatifs, ATTAC,
les VERTS.